Auf nach Ecuador!

Reisetagebuch zum Ecuadoraustausch 2026

Eine Schülergruppe hat sich Anfang Februar auf die große Reise nach Ecuador gemacht. Bis zu den Osterferien werden sie unsere Partnerschule in Cuenca besuchen. Wir freuen uns über ihre wöchentlichen Berichte und Bilder, die wir hier gerne veröffentlichen.

Reisetagebuch unserer Ecuadorfahrer

Woche 1 – von Rosa Klose (10a)

Nachdem wir nach einer 30-Stündigen Reise endlich in Cuenca in Ecuador angekommen waren, hatten wir schon unser erstes Problem – Nur drei Leute hatten alle ihre Koffer bekommen, der Rest nur einen oder sogar gar keinen. Nach diesem ersten Schock bin ich mit meiner Gastfamilie erst einmal zu einem ecuadorianischen Restaurant…

…gefahren, wo wir mit einem Freund Mittag gegessen haben. Am darauffolgenden Tag sind meine Austauschschülerin Vary und ich in die Schule gefahren, wo wir zuerst zu einer Infoveranstaltung wegen einer Abschlussprüfung und danach in den Unterricht gegangen sind. Am Mittag sind wir dann mit den Schulbussen nach Hause gefahren, die jeden einzelnen Schüler an die Haustür bringen, weil es auf der Straße so gefährlich ist. Abends haben wir uns noch mit Freunden von Vary in einer Pizzeria getroffen und dort zu Abend gegessen. Am Wochenende fand eine große Familienfeier statt, bei der es sehr leckeres mexikanisches Essen gab. Später sind wir dann noch mit Freunden zum Rodeo gefahren, wobei es zuerst ein Pferderennen gab und dann das klassische Rodeo stattfand. Am Sonntag Morgen gab es Frühstück mit der ganzen Familie, danach haben wir Deutsche uns miteinander getroffen und Cookies gebacken. Am Montag sind wir wieder in den Unterricht gegangen und danach zum Volleyballtraining gefahren. Nach dem Volleyballtraining am Dienstag haben wir mit den anderen aus dem Training noch Carnaval gefeiert, was in Ecuador aber deutlich anders ist als in Deutschland. Hier geht es hauptsächlich darum, die anderen Leute mit Seife, Wasser und Schlamm möglichst nass zu machen. Am Mittwoch nach der Schule waren wir mit Varys bestem Freund Sushi essen und haben am Donnerstag wegen dem Geburtstag einer Freundin in einem Restaurant Burger gegessen. Freitag ging dann der richtige Carnaval in der Schule los: Nach den ersten zwei Stunden sind alle Schüler zu einer Wiese gelaufen, wo es Wassertonnen und einen Wasserschlauch gab, womit sich dann alle nass gemacht haben. Wir wurden auch von anderen Schülern in den durch das Wasser entstandenen Schlamm getragen und dort eingeseift, bis wir von oben bis unten mit Schlamm bedeckt waren. Alles in allem war es eine tolle Erfahrung, auch wenn man es definitiv nicht mit Fasnacht in Deutschland vergleichen kann. Am Samstag sind wir am Abend zu einer großen Familienfeier gefahren, bei der es sehr leckeres ecuadorianisches Essen gab und wir am Ende noch Cumbia (ein ecuadorianischer Tanz) getanzt haben. Am Sonntag haben wir erneut Carnaval mit Varys Familie gefeiert, es war dann aber so kalt, dass ich mit Varys großer Schwester ins Haus gegangen bin um einen Film zu schauen.

 
Woche 2 – von Felix Wunderwelt (10a)

Am Sonntagnachmittag sind wir zu den Großeltern meines Austauschpartners nach Santa Isabell gefahren. Am Montag waren wir beim Haus der Großeltern im Pool und hatten danach ein großes Abendessen mit der ganzen Familie.

…Dienstag sind wir früh aufgestanden, um die etwa 1 1/2 Stunden wieder zurückzufahren. Am Abend sind wir mit seiner Mutter zu einem Restaurant mit Ausblick über die ganze Stadt gefahren, wo wir etwa 2 Stunden blieben.

Der Mittwoch war der letzte Tag von den Ferien, den ich fast komplett zuhause verbracht hatte, da ich von den Tagen davor erschöpft war.

Am Donnerstag hat alles wieder normal angefangen, wir sind früh aufgestanden um den Bus um 6:22 zu nehmen. Wir blieben dann bis 16:00 in der Schule und gingen anschließend noch ins Gym.

Am Freitag sind wir wie immer in die Schule gegangen, diesmal aber nur bis 13:50. Nach der Schule waren wir wieder im Gym. Anschließend haben wir uns abends in einer Sportsbar getroffen, um gemeinsam etwas zu essen.

Am Samstag waren sein Vater und wir zusammen in der Innenstadt, sind eine Weile rumgelaufen und haben am Ende ein leckeres Eis gegessen.

Am Sonntag waren wir den ganzen Tag bei seinen Großeltern, aber diesmal in deren anderen Haus, welches nur ein paar Minuten von Julians Wohnung entfernt war. Am Abend sind wir anschließend noch mit seiner Mutter in der Innenstadt ein Eis essen gewesen.

Karneval – von Noah Rohr (10a)

Der Karneval in Ecuador ist ein großes Fest, das kurz vor der christlichen Fastenzeit stattfindet. Dieses Fest wird sehr ausgelassen gefeiert. Dabei benutzen die Menschen Maismehl, Wasser, Öl, Eier und sogar Schlamm, um andere nass oder schmutzig zu machen. Auf diese Weise feiern sie die Gemeinschaft und…

…haben gemeinsam Spaß. Anders als in Deutschland stehen beim ecuadorianischen Karneval keine Umzüge oder aufwendigen Verkleidungen im Mittelpunkt, sondern das gemeinsame Feiern auf den Straßen. Während der Festtage wird traditionelle Musik gespielt, und viele Menschen tanzen zusammen. Der ecuadorianische Karneval ist eine Mischung aus indigenen und christlichen Traditionen. Auch an der Schule wurde Karneval gefeiert – mit Wasser, Schlamm und lauter Musik.

Auf den Straßen feiern die Menschen außerdem mit Kohle, Schaum, Öl, Mehl, Eiern und Wasser.

Woche 3 – von Erik Elsner (10a)

Diese Woche war sehr besonders für mich, weil ich am Montag und Dienstag mit meinem Vater im Regenwald im Amazonas war. Wir haben Expeditionen gemacht, sowohl mit dem Kanu als auch zu Fuß. Dabei haben wir viele Tiere gesehen: Kaimane, Otter, Affen, Papageien, Tukane und vieles mehr. Es war sehr…

…spannend, diese Tiere in freier Natur zu sehen.

Am Dienstag sind wir wieder zurück nach Cuenca geflogen. Der Flug war etwas anstrengend, weil wir lange auf unseren Flug warten mussten, weil das  Wetter nicht ganz stabil war und deshalb alles etwas länger gedauert hat. Am Ende hat alles gut geklappt und wir sind am Abend in Cuenca angekommen, dort wurden von meiner Gastfamilie am Flughafen abgeholt.

Am Mittwoch hatte ich wieder meinen Sprachkurs in der Schule. Danach bin ich mit meinem Vater in ein Spa mit heißen Quellen gefahren. Wir haben Schlammbäder ausprobiert und in einer natürlichen Höhle Wechselbäder gemacht. Leider hat es gegen Ende angefangen zu regnen, trotzdem war es ein sehr schönes und entspannendes Erlebnis. Am Abend gab es zu Hause in der Familie Abendessen, anschließend haben wir noch zusammen ein Spiel gespielt.

Am Donnerstag hatte ich wieder Unterricht im Sprachkurs. Dann wurde ich aus der Schule abgeholt und bin zusammen mit meinem Vater durch Cuenca gelaufen. Wir sind in die Altstadt gegangen und haben eine Führung durch zwei Kirchen gemacht. Dort konnten wir auch in die Katakomben gehen und uns einen unterirdischen Friedhof anschauen. Danach sind wir noch auf die Türme der großen Kathedrale gestiegen, wo wir eine tolle Aussicht über die Stadt hatten. Anschließend haben wir in einer Rooftop-Bar zu Mittag gegessen und im Paccari-Store einen Kaffee getrunken und deren berühmte Schokolade gegessen. Am Abend waren wir mit meiner Gastfamilie Pizza essen.

Am Freitag wurde ich nach dem Spanischkurs abgeholt und wir sind zusammen mit meinen Gasteltern in die Anden in den Nationalpark Cajas gefahren. Dort haben wir eine etwa anderthalbstündige Wanderung um einen See gemacht. Die Landschaft war wunderschön und das Wetter perfekt. Danach waren wir noch etwas trinken und sind später zurück nach Cuenca gefahren. Am Abend waren wir noch zusammen Sushi essen.

Am Samstagmorgen habe ich mit meinem Spanischkurs eine Bustour durch Cuenca gemacht. Wir sind mit einem offenen Doppeldeckerbus gefahren und haben in Turi, einem kleiner Ort oberhalb der Stadt, angehalten. Von dort hatten wir eine tolle Aussicht und haben zusammen Eis gegessen, Kaffee getrunken und viele Fotos gemacht. Lustig war, dass man im Bus immer auf die tiefhängenden Kabel achten musste, einmal haben wir sogar eins an den Kopf bekommen. Später haben wir noch ein Hutmuseum besucht und verschiedene Hüte anprobiert, was sehr witzig war. Danach wurde ich von meiner Gastfamilie abgeholt. Wir sind noch durch Cuenca gelaufen, haben etwas eingekauft und sind Falafel essen gegangen. Am Abend ist mein Vater dann zurück nach Deutschland aufgebrochen.

Am Sonntag wurde der kleine Bruder von meinen Gastschüler auf eine Party eingeladen, auf die auch Eltern und Geschwister mitkommen durften. Daher sind wir am Sonntagmittag zur Party aufgebrochen, die aber etwas langweilig war. Am Sonntagabend waren wir dann noch bei einem Fußballspiel im Stadion in Cuenca. Die Fans waren wirklich lustig und die Stimmung richtig gut.

Reise in den Amazonas – von Erik Elsner (10a)

Im Rahmen des Austauschs besuchte mich mein Vater in Ecuador. Zusammen hatten wir glücklicherweise die Möglichkeit, den Amazonas zu besuchen.Von Cuenca bin ich erst nach Quito und anschließend nach Coca in den Amazonas Regenwald geflogen. Dann ging es für uns erst mit dem Schnellboot flussabwärts…

…Nach 2 Stunden Fahrt kamen wir am Flussdock der Lodge an. Anschließend ging es zu Fuß durch den Dschungel und anschließend mit dem Kanu bis hin zur Lodge. Die Lodge liegt an einem großen See mitten im Dschungel. Die einzelnen Häuser befinden sich etwas abseits vom See.

Nach der Ankunft ging es für uns von der Lodge aus mit dem Kanu in den Dschungel. Auf kleinen Flüssen konnten wir mit dem Kanu ganz nah an viele Tiere herankommen und auch viele seltene Pflanzen sehen.

Am nächsten Morgen ging es bereits um 6 Uhr durch den Dschungel auf dem Weg zu einer Hängebrücke der Lodge. Wir kamen früh am Morgen an und konnten von oben über die Baumwipfel viele Tiere beobachten.

Danach konnten wir in der Lodge bei einem Workshop selber Schokolade machen. Wir lernten viel über die verschiedenen Kakaobohnen und Möglichkeiten Schokolade herzustellen.
Am Nachmittag ging es zu einer weiteren Attraktion der Lodge, einem Kran der im Dschungel aufgestellt ist. Wir konnten in die Gondel einsteigen und einige Runden über dem Dschungel drehen und die Aussicht genießen.

Am folgenden Morgen sind wir wieder mit Kanu und zu Fuß an den großen Fluss gewandert und sind anschließend in ein Schnellboot gestiegen. Wir sind zuerst zu einer Wand gefahren, an der jeden Morgen viele Papageien Mineralien aufnehmen. Danach ging es zu einem indigenen Volk im Amazonas. An einem Ausstellungsort konnten wir die indigenen Häuser anschauen und sogar mit einem Blasrohr schießen.

Am nächsten Nachmittag erwarte uns ein letztes Highlight. Ein Baumhaus in einem der höchsten Bäume. Nach einem langem Aufstieg konnten wir von der Platform aus noch einmal viele Tiere beobachten.

Die Zeit im Regenwald war wirklich beeindruckend. Die Größe des Waldes und der Flüsse sind unvorstellbar und wirklich beeindruckend. Tiere wie Kaimane, Otter, Tukane, Eulen oder Faultiere in freier Wildbahn sehen zu können war unglaublich. Auch die Lodge war fantastisch. Vom Essen bis zur Unterkunft war alles perfekt, sogar im Amazonas konnten wir baden. Das Erlebnis war für mich einzigartig. Ich bin wirklich froh darüber, diese Gelegenheit gehabt zu haben.

Woche 4 – von Leonard Nöken (10a)

Montag

Am Montag habe ich wie jeden zweiten Wochentag Padel gespielt. Das Training hat mir Spaß gemacht und es war ein guter Start in die Woche.

Dienstag

Am Dienstag hatten wir länger Schule als normalerweise. Deshalb hatten wir nicht so viel Zeit. Am Abend haben wir nur bei uns zuhause ein bisschen trainiert.

Mittwoch

Am Mittwoch haben wir wieder Padel gespielt. Danach sind wir zu einem Fußballspiel von Deportivo Cuenca gegangen. Das Spiel war spannend und es hat Spaß gemacht, es anzuschauen.

Donnerstag

Am Donnerstag habe ich Zeit mit meiner Familie verbracht. Wir haben zusammen Spiele gespielt und viel geredet. Es war ein ruhiger und schöner Abend.

Freitag

Am Freitag haben wir wieder Padel gespielt. Danach sind wir mit unseren Freunden in die Plaza gegangen und haben dort etwas gegessen. Später sind wir noch zu unserem Freund Codero nach Hause gegangen und haben dort zusammen Zeit verbracht.

Samstag

Am Samstag hatten wir eine große Familienfeier mit ungefähr 120 Personen. Die Feier war sehr groß und wirklich fantastisch. Das Essen war auch sehr lecker. Danach sind wir noch zu Codero gegangen. Dort haben wir UFC geschaut und noch etwas gegessen.

Sonntag

Am Sonntag haben wir uns von der vollen Woche ausgeruht und entspannt. Jose hat sich außerdem auf seine MSA-Prüfung vorbereitet.

Sehenswürdigkeiten in der Stadt Cuenca– von Leonard Nöken (10a)

Cuenca ist eine wunderschöne Stadt im Süden von Ecuador. Sie liegt hoch in den Anden und ist besonders bekannt für ihre alte Altstadt, die sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Die engen Gassen, bunten Häuser und alten Kirchen machen die Stadt zu einem richtig besonderen Ort.

Das auffälligste Gebäude ist die Kathedrale von Cuenca. Ihre blauen Kuppeln sieht man schon von weitem, und sie sind so etwas wie das Symbol der Stadt. Die Kathedrale ist riesig und beeindruckend, und man erkennt sofort den Einfluss der spanischen Kolonialzeit.

Durch die Stadt fließt der Tomebamba-Fluss, der von alten Brücken überspannt wird. Besonders bekannt ist die Puente Roto, die „kaputte Brücke“, die früher Teil der Stadtmauer war. Entlang des Flusses gibt es viele Wege und Plätze, von denen man tolle Ausblicke auf die Altstadt hat – perfekt für Spaziergänge und Fotos.

Ein weiteres Highlight ist das Museo Pumapungo, das zeigt, wie die Menschen früher in der Region gelebt haben. Dort gibt es alte Inka-Ruinen, traditionelle Kleidung, Werkzeuge und Kunstwerke. Man bekommt richtig gut einen Eindruck von der Geschichte der Stadt und ihrer Verbindung zu den Inkas.

Cuenca ist außerdem bekannt für seine Handwerkskunst. Auf den Märkten kann man bunte Stoffe, Palmstrohhüte und Schmuck kaufen. Überall merkt man, dass die Stadt Tradition, Kultur und das alltägliche Leben perfekt miteinander verbindet.

Abgesehen von den historischen Gebäuden bietet Cuenca auch eine wunderschöne Natur. Die Umgebung ist grün und bergig, mit Flüssen und Parks, die zum Spazierengehen einladen. So ist Cuenca nicht nur für die Geschichte interessant, sondern auch für die Natur und das lebendige Stadtleben.

Woche 5 – von Noah Rohr (10a)

Der Sonntag war ein aufregender Tag. Seit Samstag befanden wir uns in der Hafenstadt Guayaquil, der größten Stadt Ecuadors. Die Straßen dorthin waren aufgrund der starken Regenfälle in den letzten Wochen teilweise mit Geröll bedeckt oder sogar ganz zerstört. Die Unterschiede zwischen Arm und Reich sind…

…hier deutlich spürbar und tragen dazu bei, dass die Stadt als gefährlich gilt. Zudem war die Stimmung in der Stadt wegen der politischen Situation sehr angespannt, weshalb wir nicht viel unternehmen konnten. Daher gingen wir lediglich in ein Fischrestaurant, verbrachten etwas Zeit im Fitnessstudio unseres Hotels und entspannten anschließend am Pool.

Am Montag begann die Woche wieder wie gewohnt mit der Fahrt zur „Deutschen Schule“ in Cuenca. Der Unterricht hier unterscheidet sich in einigen Punkten von dem in Deutschland, was ich während meiner Zeit in Ecuador sehr interessant finde und schätze. Viele Fächer werden teilweise auf Deutsch, teilweise auf Spanisch unterrichtet. Außerdem ist der Unterricht oft etwas lockerer organisiert, und die Schüler arbeiten häufiger in Gruppen zusammen. Zu den Fächern gehören beispielsweise Mathematik, Deutsch, Spanisch, Geschichte und Sport. Nach der Schule gingen mein Austauschschüler und ich zunächst nach Hause, wo uns die Haushälterin Martha, wie jeden Tag, ein leckeres Mittagessen zubereitet hatte. Da es in den letzten Wochen so viel geregnet hat, konnten wir nicht wie geplant Downhill fahren, da die Strecken zu matschig und somit unbefahrbar waren. Das ist sehr schade, da ich meine komplette Ausrüstung dabeihabe. Später am Nachmittag entschieden wir uns, noch ins Fitnessstudio zu gehen. Dort trainierten wir gemeinsam und konnten uns anschließend zu Hause etwas ausruhen.

Am Dienstag endete der Schultag früher als sonst. Deshalb nutzten wir die Gelegenheit und trafen uns mit einem Freund, um gemeinsam Burger essen zu gehen. Wir besuchten ein Burgerrestaurant in der Stadt. Es war eine gute Gelegenheit, mehr über sein Leben und seine Familie in Ecuador zu erfahren. Wir unterhielten uns lange über die Unterschiede zwischen Ecuador und Deutschland sowie über seinen Alltag. Nach dem Essen gingen wir wieder nach Hause und verbrachten den restlichen Nachmittag entspannt, hörten Musik und unterhielten uns.

Der Mittwoch verlief eher ruhig und war nicht besonders ereignisreich. Nach der Schule gingen wir zunächst nach Hause und erledigten einige schulischen Aufgaben. Später gingen mein Austauschschüler und ich noch einmal gemeinsam ins Fitnessstudio. Es machte Spaß, zusammen zu trainieren. Am Abend waren wir wieder zu Hause in der Villa und ließen den Tag entspannt ausklingen. Wir saßen zusammen, unterhielten uns und verbrachten Zeit mit der Familie.

Am Donnerstag war in der Schule etwas Besonderes geplant. Unsere Klassenstufe nahm an einem schulweiten Event teil, weshalb wir auch am Nachmittag noch in der Schule blieben. Die Veranstaltung wurde organisiert, um zu feiern, dass viele Schüler ihre Prüfungen erfolgreich bestanden hatten. Die Schule hatte verschiedene Aktivitäten vorbereitet, und es wurden sogar Burger an alle Schüler verteilt. Die Stimmung war sehr gut, und alle hatten viel Spaß. Am Donnerstag kam außerdem die Schwester meines Austauschschülers zu Besuch. Wir hatten Sie in der ersten Woche in Ecuador bereits kennengelernt und verbrachten damals zwei Tage mit schönen Unternehmungen mit ihr, Joaquins Familie und meiner Familie in Quito. Sie machte mit uns tolle Ausflüge in einige Kirchen, dem Mitad del Mundo, traditionellen Kaffees und besichtigte eine Rosenfarm in Cayambre, was sehr beeindruckend war. Gemeinsam begleiteten wir sie bei ihrer Zeit in Cuenca auch in ihr Büro, was für mich eine interessante und neue Erfahrung war. Es war spannend zu sehen, wie ihr Arbeitsalltag aussieht.

Auch am Freitag wurde das Event in der Schule fortgesetzt, weshalb kein regulärer Unterricht stattfand. Es gab weitere Aktivitäten und kleine Spiele für die Schüler. Auch an diesem Tag war die Schwester meines Austauschschülers mit dabei, und wir begleiteten sie erneut ins Büro. Nach der Schule fuhren wir jedoch nicht wie üblich nach Hause, sondern zum Flughafen von Cuenca, um den Freund der Schwester meines Austauschschülers, Joaquín, abzuholen. Auf dem Weg dorthin passierte jedoch etwas Unerwartetes: Die Mutter meines Austauschschülers hatte plötzlich eine Reifenpanne. Wir mussten anhalten und gemeinsam helfen, den platten Reifen zu wechseln, bevor wir weiterfahren konnten. Schließlich kamen wir am Flughafen an und konnten Matteo abholen. Die Freude war groß, ihn wiederzusehen, da wir ihn zuletzt in Quito in meiner ersten Woche in Ecuador getroffen hatten. Am Abend gingen wir alle zusammen in ein italienisches Restaurant, wo wir sehr gut aßen und eine schöne Zeit miteinander verbrachten. Am Ende kamen wir ziemlich spät ins Bett.

Am Samstag schliefen wir erst einmal aus. Später verbrachte ich Zeit mit meinem Austauschschüler Joaquín, seiner Schwester und ihrem Freund. Gemeinsam gingen wir in ein Restaurant. Es war sehr gemütlich, und es machte Spaß, verschiedene Gerichte zu probieren und sich lange zu unterhalten. Danach gingen wir noch in ein Einkaufszentrum, schlenderten durch einige Geschäfte und aßen zum Abschluss ein Eis. Es war schön, gemeinsam Zeit zu verbringen, und ich genoss diesen Ausflug sehr.

Am Sonntag konnten wir ebenfalls ausschlafen und standen etwas später auf als sonst. Am Vormittag gingen wir gemeinsam zur Kirche. Die Kirche war sehr gut besucht, und die Atmosphäre war lebendig und feierlich. Es wurde viel gesungen, und der Pfarrer hielt eine Predigt auf Spanisch. Viele Menschen unterhielten sich auch vor und nach dem Gottesdienst miteinander. Anschließend gingen wir gemeinsam in ein Restaurant zum Mittagessen. Dort saßen wir mehrere Stunden zusammen, unterhielten uns und genossen das Essen. Auf der Speisekarte standen viele typische Gerichte, und alles schmeckte sehr gut. Danach gingen wir wieder nach Hause und ließen den Tag entspannt ausklingen.

Insgesamt war es eine abwechslungsreiche Woche mit vielen neuen Eindrücken und schönen Momenten mit meiner Austauschfamilie. Ich bin sehr froh, hier so viele neue Erfahrungen sammeln zu können und das Land besser kennenzulernen.

Woche 6 – von Xenia Matt (10a)

Die Woche startete damit, dass ich mit meiner Austauschschülerin um sieben Uhr in die Schule gefahren bin. Dort hatte ich dann eine Stunde meines Spanischkurses und danach ganz normalen Unterricht. Um 14 Uhr ging es dann mit dem Bus wieder nach Hause. Von dort aus bin ich dann mit meiner…

…Gastfamilie am Nachmittag in eine Autowerkstatt gefahren, um dort ihr Auto abzugeben. In dieser Werkstatt haben wir dann lange gewartet und sind nach circa eineinhalb Stunden wieder nach Hause gefahren, zu dieser Zeit hat es dann angefangen, sehr heftig zu regnen, sodass die Straßen teilweise überflutet waren und auch zwei der großen Flüsse in Cuenca übergelaufen sind.

Am Dienstag ging es wieder in die Schule, in der ich dann zur ersten Stunde wieder Spanisch hatte und danach noch eines meiner Lieblingsfächer, Biologie. Danach haben wir noch einige Runden Handball gespielt, um uns auf das Sportfestival am Samstag vorzubereiten. Um 16 Uhr ging es dann wieder nach Hause, von dort sind wir dann mit dem Auto ein bisschen in der Gegend herumgefahren und später noch ein leckeres Eis gegessen. Wir haben dann noch das neue Haus meiner Gastfamilie besichtigt, das sich gerade noch im Bau befindet. Zum Schluss des Tages gab es dann noch Abendessen, und ich habe noch lange mit meiner Gastmutter geredet.

Der Mittwoch startete ich wieder mit einer Spanischstunde, die auch meine letzte sein sollte, da nach dieser der Kurs abgeschlossen ist. In dieser haben wir dann auch unsere Sprachzertifikate in der Sprache Spanisch erhalten. Nach dieser Stunde hat uns Frau Peña, die aus Ecuador den Austausch nach Deutschland leitet, gebeten, ihr bei einigen Dokumenten und dann auch bei den Unterrichtsstunden der 8ten Klasse zu helfen. Mit den Achtklässlern sollten wir nämlich einen Krimi auf Deutsch schreiben. Nachdem wir eine Gruppe von anderen Deutschen, die wir hier kennengelernt haben, verabschiedet haben, da sie am Donnerstag abreisen werden, ging es für mich nach Hause. Dort hatte ich dann nur ganz kurz Zeit, bis uns die Oma meiner Austauschschülerin abgeholt hat. Wir wurden dann zum Büro von meiner Gastmutter gefahren, in dem ich dann eineinhalb Stunden gewartet habe, danach ging es dann weiter zu einer Untersuchung ins Krankenhaus, wo ich nochmal zwei Stunden warten musste. Bis wir dann abgeholt wurden und nach Hause gefahren sind.

Am Donnerstag hatte ich wieder bis um 16 Uhr Schule, in der ich regulären Unterricht hatte und meine Klasse wieder für das Sportfestival am Samstag Volleyball trainiert hat. Nach der Schule ging es dann wieder nach Hause, wo ich den restlichen Tag die Schulaufgaben der letzten Tage aus Deutschland nachgeholt habe. Außerdem war die Vorfreude an diesem Abend natürlich groß, da meine Eltern aus Deutschland am Freitag nach Ecuador fliegen.

Am Freitag habe ich nochmals Biologie als Unterrichtsfach gehabt, und meine Klasse hat nochmals sehr viel für das Sportfestival geübt. Außerdem durften wir heute beim Deutschunterricht der 12ten Klasse dabei sein, mit denen wir einen Elevator-Vortrag vorbereitet haben. Des Weiteren fand ich es sehr schön, dass viele der Ecuadorianer/-innen sich an diesem Tag mit ein paar Worten in meinem Reisetagebuch verewigt haben. Nach der Schule ging es dann wieder nach Hause, von dort wurde ich gleich von der Tante meiner Austauschschülerin abgeholt, mit der wir dann erst kurz etwas einkaufen gefahren sind und dann zu ihr nach Hause. Dort haben wir dann bis spät in die Nacht auf meine Gastmutter gewartet, die noch bei einer Kirchenveranstaltung war. Mit ihr sind wir dann zusammen zu einem Burger-Restaurant gefahren und haben dort sehr leckere Burger gegessen.

Am Samstag sind wir früh aufgestanden und haben unsere Trikots, Röcke und Strümpfe für das Sportfestival angezogen (die Klamotten haben wir alle von der Schule gestellt bekommen). Eine ganz kurze Erklärung, was dieses Sportfestival ist: Jede Klasse hat eine andere Farbe und ein komplett unterschiedliches Outfit, das an ihr jeweiliges individuelles Land angepasst ist. Meine Klasse war zum Beispiel das Land Elfenbeinküste. Der Tag startet hier mit einer Parade, wo alle Klassen ihr Land kurz vorstellen. Danach ging es zu den verschiedenen Wettkämpfen. Es gab zum Beispiel einen Marathon, Volleyballspiele, Fußballspiele und noch viele weitere Sportarten. In diesen treten dann die Klassen als Teams gegeneinander an. Meine Klasse ist in der Sportart Volleyball gestartet und hat diesen Wettkampf auch gewonnen. Um circa 14 Uhr sind wir dann nach Hause gefahren, und ich bin vor Erschöpfung erst einmal eingeschlafen. Am Abend ging es dann noch mit den besten Freunden meiner Gastfamilie in ein Rooftop-Restaurant, in dem es sehr leckeres Essen gab und wir auch einen tollen Blick auf die Stadt hatten.

Am Sonntag wäre ich normalerweise mit meiner Gastfamilie in die Kirche gegangen, da es jedoch der kleinen Schwester meiner Austauschschülerin und ihrem Vater an diesem Tag nicht gut ging, blieben wir zu Hause und haben ein richtig leckeres Frenchtoast mit Früchten zum Frühstück gegessen. Ich habe mich dann den ganzen Tag ausgeruht, da ich von den Tagen davor sehr erschöpft war.

Woche 7 – von Marie Fünfschilling (10a)

Am Sonntag bin ich mit meiner Gastfamilie und Samira auf die Galápagos-Inseln gereist. Insgesamt waren wir eine Gruppe von zehn Personen. Nach unserer Ankunft auf der Insel San Cristóbal haben wir uns zunächst eingerichtet und die Umgebung erkundet…

Am Montag sind wir mit einer kleinen Fähre von San Cristóbal nach Santa Cruz gefahren. Die Überfahrt dauerte etwa zwei Stunden. Auf Santa Cruz besuchten wir unter anderem die bekannten Vulkankrater sowie eine Schildkrötenfarm, auf der wir die berühmten Galápagos-Riesenschildkröten aus nächster Nähe sehen konnten. Außerdem erkundeten wir Lavatunnel und verbrachten anschließend noch Zeit an einem nahegelegenen Strand.

Am Dienstag wanderten wir zu einem besonders schönen Strand, an dem wir viele Tiere beobachten konnten, darunter Meeresschildkröten und kleine Haie. Später machten wir eine Bootstour entlang der Küste und gingen an mehreren Stellen schnorcheln. Dabei sahen wir unter anderem Rochen, Seelöwen, Fische und sogar einen Riffhai. Am Abend kauften wir noch Souvenirs und ließen den Tag gemeinsam ausklingen.

Am Mittwoch reisten wir wieder zurück. Zunächst fuhren wir mit der Fähre zurück nach San Cristóbal und flogen von dort nach Guayaquil. Dort verbrachten wir noch etwas Zeit in einem Einkaufszentrum, bevor wir mit dem Bus weiter nach Cuenca fuhren.
Da wir erst spät abends zuhause ankamen, schlief Samira noch bei mir und am Donnerstag blieben wir zuhause, da alle noch sehr erschöpft und auch ein bisschen krank von der Reise waren. Am Nachmittag machten wir eine Maracuja-Torte.

Der Freitag war leider schon unser letzter Schultag, da nächste Woche Ferien sind und wir danach schon wieder nach Deutschland gehen. Nachdem wir uns von allen verabschiedet hatten,  fuhren wir gemeinsam mit Freunden in die Stadt, um noch einige Souvenirs für unsere Familien zu kaufen. Anschließend kehrten wir nach Hause zurück und ließen den Tag ruhig ausklingen.

Am Samstag hatte ich einen entspannten Tag zuhause. Zum Mittagessen sind wir in die Stadt gefahren und haben Risotto gegessen. Am Abend habe ich mit Victoria und ihren Geschwistern einen Film geschaut.

Am Sonntag begann der Tag mit dem wöchentlichen Familienfrühstück mit der großen Familie. Anschließend traf ich mich mit zwei anderen deutschen Austauschschülern bei einem Freund zu Hause. Gemeinsam mit seiner Familie fuhren wir mit einem Bus zu natürlichen Thermalquellen in den Bergen. Dort verbrachten wir etwa drei Stunden in den warmen Becken, genossen die schöne Landschaft und badeten auch kurz in dem Fluss nebenan.

Schulalltag an der Deutschen Schule in Cuenca – von Marie Fünfschilling (10a)

Für den Großteil der SchülerInnen der deutschen Schule in Cuenca startet der Schulalltag vor der eigenen Haustür, wo sie der Schulbus abholt. Abhängig davon in welchem Teil von Cuenca man lebt, kann die Busfahrt zwischen 30 und 90 Minuten bis zur außerhalb gelegenen Schule dauern. Die meisten Busse kommen…

…circa um 7:30 an der Schule an und anschließend startet die erste Stunde um 7:45. Eine Unterrichtsstunde dauert wie in Deutschland auch 45 Minuten und nach den ersten zwei Stunde, um 9:15 startet die erste 30-minütige Pause. Es gibt insgesamt zwei große Pausen, in denen alle draußen auf der sehr großen Schulfläche sind. Es gibt viele Wiesen, Spielplätze, Tischtennisplatten und einen Kiosk. In dem Kiosk gibt es alles von süß bis salzig für sehr günstige Preise. Viele Schüler haben aber auch ihr eigenes Essen von zuhause dabei.

Der Unterricht und vor allem die Arbeitseinstellung der SchülerInnen ist deutlich anders als bei uns. Die meisten SchülerInnen beteiligen sich nicht wirklich am Unterricht und Arbeitsaufträge werden nicht selbstständig gemacht. Es gibt zwar eigentlich eine Handyregel, jedoch nutzen viele ihr Handy im Unterricht und die meisten Lehrer unternehmen auch nichts dagegen. Manche Lehrer sammeln die Handys für die Unterrichtsstunde auch ein und es soll wohl auch bald strengere Regeln geben.

Das Lehrerkollegium besteht  zum Großteil aus Deutschen, was den SchülerInnen natürlich sehr hilft beim Deutsch lernen. Jede Klase hat ihr eigenes Klassezimmer, in welchem auch fast jeder Unterricht stattfindet, bis auf Sport und Kunst. Nach den ersten sieben Stunden, um 13:55, ist dann Mittagspause.  Wer dann Schule aus hat, fährt wieder mit seinem jeweiligen Bus nach Hause oder manche Kinder werden auch von ihren Eltern abgeholt. Wer noch Nachmittagsschule hat, kann sein mitgebrachten Essen in Mikrowellen aufwärmen oder sich auch etwas beim Kiosk kaufen. Von 14:40 bis 16 Uhr findet dann der Nachmittagsunterricht statt.

Die Sicherheit ist an der Schule sehr wichtig, daher ist auch die ganze Schule umzäunt, an jedem Ausgang steht Sicherheitspersonal und man darf das Gelände nur mit Erlaubnis betreten oder verlassen. Außerdem ist jedes Klassenzimmer immer mit einem elektrischen Schloss gesichert. Die Schüler müssen eine Uniform tragen, welche aus einer grauen Hose und einem Polo-Shirt, Pullover oder Jacke der Schule besteht. Die Polo-Shirts gibt es in weiß, schwarz, rot und gelb.

Reise auf die Galápagos-Inseln – von Xenia Matt (10a)

Am Dienstag, den 24. März 2026, ging meine Reise auf die Galapagosinseln los. Ich bin von Quito aus mit meinen Eltern circa 2,5 Stunden auf die Insel Baltra geflogen. Die Einreise auf die Galapagosinseln ist aber recht schwierig, da es sich bei diesen Inseln um ein naturgeschütztes Reservat handelt. Das bedeutet, man…

…benötigt viele Dokumente und darf auch keine Kosten scheuen.

Bei uns begann die strenge Einreise schon in Quito. Dort wurden wir nämlich durch eine ganz spezielle Sicherheitskontrolle mit allen Koffern geschickt. Um jedoch in diese Kontrolle reinzukommen, mussten wir schon einige Dokumente, die wir bereits im Hotel ausgefüllt hatten, vorzeigen. Nach dieser Kontrolle ging es dann weiter in die zweite, ganz normale Sicherheitskontrolle. Außerdem mussten wir unsere TCT-Cards vorzeigen. Dies sind Karten, die als Eintrittsgebühr für die Galapagosinseln gelten.

Des Weiteren wurde im Flugzeug kurz vor der Landung eine Art Desinfektionsmittel über alle Koffer und in alle Gepäckablagen gesprüht. Auf Baltra sind wir dann auf einem sehr kleinen Flughafen angekommen, der der erste und einzige komplett ökologisch betriebene Flughafen ist.

Als Erstes ging es für uns dann vom Rollfeld durch eine Art Schuhdesinfektionspool, um mögliche Pflanzen oder Erde von unseren Schuhen abzuwaschen. Danach folgte die Immigration, bei der man 200 Dollar pro Person als Eintritt in das Reservat bzw. den Nationalpark bezahlen musste.

Von hier aus gab es dann eigentlich nur eine Möglichkeit, vom Flughafen zu unserem Hotel (das sich in Santa Cruz, also auf einer anderen Insel, befand) zu kommen: und zwar mit einem Bus, der uns dann bis zur Fähre gefahren hat. Unterwegs wurde uns über Lautsprecher einiges über das Gelände, an dem wir vorbeigefahren sind, erzählt, zum Beispiel, dass sich dort früher ein altes Militärlager befunden hat und die Einheimischen nach dessen großflächiger Zerstörung die noch gut erhaltenen Häuser einfach stehen gelassen haben. Außerdem durften wir auf der Busfahrt einen wundervollen Blick auf das Meer genießen.

Nach circa 15 Minuten kamen wir dann an der Fährenstation an, wo unsere Koffer gleich auf das Dach der Fähre geladen wurden und wir diese dann auf die andere Insel mitgenommen haben. Nach dieser kurzen Fahrt über das Meer kamen wir dann auf Santa Cruz an. Von hier aus konnte man entweder mit einem Reisebus oder einem Taxi zu seinem Hotel gebracht werden.

Wir entschieden uns dazu, ein Taxi zu nehmen, welches uns direkt zu unserem Hotel brachte. Dort checkten wir erst ein und machten uns dann gleich auf den Weg in die Stadt „Santa Ayora“. Hier konnten wir schon unsere ersten Warane, versteckt im Unterholz, beobachten. Nach unserer Stadtbesichtigung begaben wir uns zur Sicherheitseinweisung unseres Schnorcheltrips, der am nächsten Tag stattfinden sollte. Danach beschlossen wir, zum Abendessen aufzubrechen.

Am Mittwoch begann dann schon früh unser Schnorcheltrip. Wir wurden auf unsere Yacht begleitet und verbrachten dann eine kurze Fahrt mit unserer Kleingruppe von acht Personen, bis wir in einer komplett menschenleeren Bucht ankamen. Am Strand durften wir dann circa eine halbe Stunde verbringen und konnten dort Pelikane, Warane und eine Schildkröte beobachten.

Nach diesem Abstecher gab es dann erst einen kurzen Snack, und danach ging es weiter zu unserem ersten Schnorchelspot auf die Insel Santa Fe. Bei diesem ersten Schnorcheln haben wir viele verschiedene Fische sowie Schildkröten und auch Baby-Galápagoshaie gesichtet. Des Weiteren hatten wir die Chance, eine sehr seltene Begegnung mit einem drei Meter langen Galápagoshai zu haben.

Danach gab es erst einmal vom Bordkoch gekochtes Mittagessen. Anschließend ging es zu unserem zweiten Schnorchelstopp, bei dem wir die Gelegenheit hatten, mit freilebenden Seelöwen und Schildkröten zu schwimmen. Diese kamen zum Teil bis auf fünf Zentimeter an uns heran, um mit uns zu spielen. Außerdem durfte ich bei diesem Stopp auch tauchen, was noch einmal ein mega tolles Erlebnis war.

Nach diesem Spot versuchten wir dann unser Glück beim Angeln, was leider erfolglos blieb. Zusammengefasst kann ich sagen, dass dies eine der besten und erlebnisreichsten Schnorcheltouren für mich war. Es war ein wahnsinniges Gefühl, den Tieren in freier Wildbahn so nahe sein zu dürfen.

Nach unserem erfolglosen Angelversuch trat unser Kapitän die etwa einstündige Rückfahrt an. Am Pier angekommen, wurden wir von zwei schlafenden Seelöwen empfangen. Nach diesem erlebnisreichen Tag ging es für uns zurück in unser Hotel und am Abend noch einmal an die Promenade zum Abendessen.

Nachdem der vorherige Tag so anstrengend war, legten wir am Donnerstag erst einmal einen entspannten Tag am Pool ein. Am Mittag ging es für uns dann jedoch zum Tortuga-Bay-Strand. Zu diesem sind wir circa eine Dreiviertelstunde durch eine Art Naturpark gelaufen, bis wir am Strand ankamen.

Nach einer kurzen Badepause ging es für uns jedoch wieder ins Hotel, da die Hitze und die Sonne an diesem Tag sehr stark waren. Am Abend machten wir uns dann noch auf den Weg zum Abendessen und danach auf den Pier. Dort konnten wir viele schlafende Seelöwen beobachten und im Meer sehr viele Babyhaie sowie ein paar seltene Rochen und einige Vögel.

Am Freitag hatten wir dann unseren Trip in ein Landschildkrötenreservat. Dort bekamen wir eine Führung, bei der wir Landschildkröten im Alter von 15 bis 150 Jahren entdecken durften. Nach einer Wanderung durch das Reservat ging es dann in alte Vulkanhöhlen, in denen wir mit Taschenlampen durch die Dunkelheit gewandert sind. Dort konnten wir Stalaktiten und Stalagmiten sowie eine Magmablase entdecken.

Nach dem Ende dieser Tour fuhren wir dann weiter zu inaktiven Vulkankratern, um die wir noch eine kurze Wanderung gemacht haben, bevor es zurück ins Hotel ging. Am Abend liefen wir dann zum letzten Mal auf den Pier, wo wir auch heute wieder viele Tiere beobachten konnten.

Am Samstag begann für uns die Heimreise, da wir an diesem Tag von den Galápagosinseln zurück nach Cuenca geflogen sind.

Alles in allem kann ich nur sagen, dass für mich der Trip auf die Galápagosinseln eine unglaubliche Erfahrung war und es, wie ich finde, ein Muss ist, diese zu sehen, wenn man sich Ecuador als Reiseziel vornimmt.