Bildungspartner

Bildungspartnerschaft mit der Sybit GmbH

Programmcode, Datenbanken und Kommunikation – aus diesen Grundbausteinen besteht unsere digitale Alltagswelt.

Diese Bausteine beherrschen, damit experimentieren und selbst neue Websites und Programme bauen – Das lernen Schüler in den Projekten der Bildungspartnerschaft zwischen der Firma Sybit aus Radolfzell und der Schule Schloss Gaienhofen.

Um den Schülern mehr Möglichkeiten in der Berufsorientierung zu bieten, haben die evangelische Schule Schloss Gaienhofen und das Radolfzeller Unternehmen Sybit am 18.09.2019 eine Bildungspartnerschaft abgeschlossen. „Schloss Gaienhofen gibt seinen Schülern damit die Möglichkeit, praktische Einblicke in die sehr stark wachsende IT-Branche zu erhalten“, freute sich Schulleiter Dieter Toder im Rahmen der Vertragsunterzeichnung.

Die Bildungspartnerschaft ermöglicht unter anderem Praktika der Schüler in dem IT-Unternehmen und gemeinsame Aktivitäten. „Schloss Gaienhofen hat ein innovatives Lernkonzept entwickelt, das auch großen Wert auf einen praxisnahen Unterricht mit Eigeninitiative der Schüler legt. Wir freuen uns über diese Kooperation und auf tolle Projekte mit den Schülerinnen und Schülern“, so Stephan Strittmatter, der sich als fachlicher Ansprechpartner auch um die Auszubildende und Studenten bei der Sybit kümmert.

Das erste gemeinsame Projekt wurde bereits im vergangenen Schuljahr erfolgreich abgeschlossen. Acht Schüler der Jahrgangsstufe 2 und fünf Sybit-Auszubildende schufen ein Webportal, mit dem sich die Gaienhofener Schloss-Schüler künftig direkt vom Handy ins Schulnetzwerk einwählen, um sich für Events, AGs oder Kurse anzumelden. Sybit sorgte für Arbeitsräume, Server und reichlich Pizza. Stephan Strittmatter, Schirmherr und Talent Scout bei Sybit und Gunnar Horn, Informatiklehrer und stellvertretender Schulleiter, hielten sich nach dem Methodeninput und der Projektbeauftragung eher im Hintergrund und machten Ernst mit den Prinzipien der agil arbeitenden Programmierteams – sie gaben den Schülern Raum zum Entwickeln eigenständiger Lösungen und waren nur auf Nachfrage mit Rat oder Rückmeldung zur Stelle.

Die Sybit-Azubis zeigten den „Neuen“, wie man im Team programmiert. „Und die Schüler legten los: Eigenverantwortlich, anfänglich im trial-and-error-Modus, später souverän, sicher und stolz auf das Geleistete“, berichtet Gunnar Horn, der die agil arbeitenden Programmierteams als verantwortlicher IT-Lehrer gemeinsam mit Stephan Strittmatter begleitete. Das Webportal kann sich sehen lassen und wird im Schulalltag seinen Dienst tun. Ganz nebenbei sind acht junge Menschen über sich und weit über den Lehrplan hinausgewachsen – Gratulation!

Gemeinsam mit Sybit sollen die Schülerinnen und Schüler einen eigenen Online-Shop für die Schulkleidung von Schloss Gaienhofen aufsetzen. „Bislang lief die Bestellung analog, künftig soll das über das Internet möglich sein“, so Yaren Yildirim, die sich als Schülervertreterin und Organisatorin schon lange danach sehnt, den Verkauf der Schulkleidung auf digitale Beine zu stellen.

Sybit wurde im Jahr 2000 gegründet und beschäftigt heute am Hauptsitz in Radolfzell und den Niederlassungen in Offenbach und Hannover mehr als 250 Mitarbeiter. Das Unternehmen berät Kunden, vornehmlich Konzerne und weltweit agierende Mittelständler aus dem Maschinen- und Anlagenbau und der High-Tech-Industrie, in Digitalisierungsprozessen mit der Software SAP. Sybit bietet jedes Jahr Ausbildungsplätze für angehende Fachinformatiker. Infos unter www.sybit.de

Bildungspartnerschaft mit Buch Greuter  

Eine Liaison von Buch, Web und Schule 

Mit der Unterzeichnung einer Bildungspartnerschaft besiegelten Schule und Buchhandlung die schon seit Jahren währende enge Zusammenarbeit. So sind Mitarbeiter des Betriebs schon lange vertraut mit dem Bestellsystem für Schulbücher von Schloss Gaienhofen – im Jahr 2020 erstmalig online. Beim jährlichen Vorlesewettbewerb ist eine Mitarbeiterin von Greuter Mitglied der Jury für den Schulentscheid. Außerdem absolvieren Neuntklässler regelmäßig ein Berufspraktikum in der Buchhandlung und die Fünftklässler sind gerne gesehene Gäste beim „Welttag des Buches“. Weitere Kooperationsprojekte sind geplant, sodass die Schüler lernen, sich in beiden Welten – in der der Printbücher sowie der digitalen – selbstbewusst zu bewegen. 

Auf dem Weg zum digitalen Schulbuch 

Der Blick auf die Websites der Schulbuchverlage reicht, um zu sehen, dass der Unterricht der Zukunft durch multimediale und interaktive Lehrmittel bestimmt sein wird. Doch bis zur vollständigen Eroberung des Schulbuchwesens durch die Digitalisierung wird noch Zeit vergehen – gedruckte Materialien haben noch lange nicht ausgedient. 

Die Evangelische Schule Schloss Gaienhofen setzt angesichts des deutlichen Mehrwerts seit Jahren schon auf digitale Schulbücher. „In den letzten Jahren hat sich viel getan, aber noch nicht alle Verlage sind gleich weit. Wir verwenden also je nach Fach beides“, résumiert Schulleiter Dieter Toder die Entwicklung des Schulbuchwesens. „Eltern schaffen bei uns Schulbücher für ihre Kinder privat an. Umso aufwändiger gestaltet sich jedes Jahr die Zusammenstellung der Lehrwerke für die einzelnen Klassen im Allgemeinbildenden und in den Beruflichen Gymnasien sowie im Aufbau-Gymnasium und in der Realschule.“, erläutert er die organisatorische Ebene, die für Eltern verlässlich sein muss.  

Um dieser Komplexität Herr zu werden, kooperiert die Evangelische Schule Schloss Gaienhofen mit der Buchhandlung Greuter ((Link zur Bücherbestellung – siehe Titelleiste), die die Bücherlisten der einzelnen Klassen in einen eigenen Bereich als Teil ihres Online-Shops umgewandelt hat. „Die Bestellung ist komfortabel und stressfrei, weil die Bücher direkt angezeigt werden, ohne dass man sich mit ISBN-Nummern herumschlagen muss“, melden Eltern mehrheitlich als Feedback und unterstützen damit automatisch die deutschlandweite Initiative „Buy Local“. Die digitalen Werke sind hiervon ausgenommen, da die Beschaffung der Lizenzen von Verlag zu Verlag variiert und teils an einen Account gebunden ist. 

Der Verein Buy Local versteht sich als Ideen-Hub für regionale Geschäftsleute. 2012 von engagierten BuchhändlerInnen gegründet, ist es das Ziel, der wachsenden Konkurrenz durch reine Onlinehändler und der Eintönigkeit des üblichen Filialangebots etwas entgegenzusetzen. Buy Local fordert und fördert die Vielfalt und den Erhalt der Kaufkraft vor Ort. Das Einkaufen vor Ort fördert nicht nur eine bunte Palette an kleinen, individuellen Unternehmen in einer Stadt, sondern auch die Handlungsfähigkeit der Stadt bzw. der Kommune. Weitere Infos: www.buylocal.de