Einweihung des Unterstufengebäudes

2019

Es ist vollbracht! Der Campus ist um ein Gebäude reicher, das nun auch offiziell eingeweiht ist. Im März 2019 feiern wir Einweihung, viele Eltern, Schüler, Mitarbeiter und Freunde der Schule waren gekommen, um das frisch bezogene Domizil unserer Jüngsten in Augenschein zu nehmen. Begeisterung trifft aber auch auf Skepsis angesichts der offenen Räume, die teils mit Fensterscheiben verbunden sind und Blicke hinaus – aber auch hinein! – erlauben.

Die Schüler der fünften und sechsten Klassen haben sich hier ihre Heimat eingerichtet: Im Gebäude wird ausschließlich Unterricht für die Jüngsten der Schulgemeinschaft stattfinden. Realschüler und Gymnasiasten eines Jahrganges teilen sich ein Stockwerk und sind somit Mitschüler der EINEN Schule. „Mehrere Schulzweige unter einem Dach zu beherbergen ist eine Herausforderung“, berichtet Schulleiter Dieter Toder, „unsere Lehrer unterrichten in allen Schularten und begegnen ihren Schülern auf Augenhöhe, ohne Unterschied, nach welchem Bildungsplan sie unterrichtet werden.“ Schon die Fertigstellung der Räume im Lern- und Medienhaus und im Schloss (2012 und 2016) stellte einen ersten Schritt in Richtung eines Schulcampus’ dar, der, dem Stufenkonzept der Schule folgend, für die einzelnen Klassenstufen eigene Gebäude(teile) vorsieht. Dem Schlosscampus als Heimat für die Kursstufe folgt nun das Gebäude für die Unterstufenschüler, bevor der „Altbau“ ab Mai 2019 grundsaniert und dann in einem Jahr als Mittelstufenbau wieder eröffnet würde.

Alle Gebäude setzen ein durch Dr. Otto Seydel begleitetes Raumkonzept um, das den Unterrichtenden breit gefächerte Gestaltungsmöglichkeiten individualisierten Lernens eröffnet. Im Schloss ist dies durch Lernlandschaften realisiert, die aus einem Plenumsraum und mehreren Differenzierungsräumen bestehen. Die Konzeption des Unterstufenbaus setzt nun auf Lerncluster: drei bis vier Klassenräume sind durch eine gemeinsame Differenzierungsfläche miteinander verbunden, die von allen Schülern der Stufe gemeinsam genutzt werden kann. Damit wird die Grundidee der EINEN Schule und das Konzept des individualisierten Lernens weiter verfeinert: Realschüler und Gymnasiasten kommen aus einer schulartspezifischen Instruktion in ihrem Stammraum und treten auf den gemeinsam genutzten Flächen in Kontakt zueinander, auch wenn sie an unterschiedlichen Inhalten arbeiten, und lernen so für ihre Lernprozesse Verantwortung zu übernehmen.

Durch die technisch hochmoderne Ausstattung aller Räume des Campus’ können für diese Art des Lernens auch digitale Geräte zum Einsatz kommen: seit 2012 werden in Gaienhofen iPads im Unterricht eingesetzt. „Seit wir 2012 den Mut hatten den Einsatz von Tablets zu erproben, haben wir die Vielfalt unterrichtlicher Methoden schätzen gelernt, die die Kinder zum selbständigen Arbeiten befähigen. Der Lehrer kann dann seine Zeit einzelnen Schülern widmen und individuell auf deren Bedürfnisse eingehen – während andere Schüler in der Freiheit des entdeckenden Lernens aufgehen.“, erläutert Dieter Toder die Idee einer digitalen Schule, die dabei auf Hefte und bewährte Methoden nicht verzichtet. Das Erfolgskonzept schlägt sich in Zahlen nieder: die Schule verbucht eine steigende Nachfrage ihrer Schulplätze.

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