Project Description

Schulsozialarbeit

Schulsozialarbeit richtet sich unterstützend sowohl präventiv als auch krisenintervenierend an alle am Schulleben beteiligten Personen. Sie ist ein freiwilliges und kostenloses Angebot. Die Arbeit erfolgt ressourcen- und lebensweltorientiert.

Die Schulsozialarbeiterin unterliegt der Schweigepflicht.

Um einen Hilfeprozess optimal zu gestalten, kann es förderlich sein, andere Personen einzubeziehen und/oder Informationen weiterzugeben. Dies erfolgt jeweils nach vorheriger Absprache und mit dem Einverständnis des Betreffenden. Eine Ausnahme bildet die Gefährdung des Kindeswohls (durch Selbst- bzw. Fremdgefährdung); hier ist die Schulsozialarbeit verpflichtet, dies dem zuständigen Jugendamt zu melden.

Ansprechperson

Lydia Erler

Schulsozialarbeiterin

l.erler@schloss-gaienhofen.de

Telefon: 07735 – 812 – 40

Erreichbarkeit
persönlich Mo-Do in der Zeit von 9 bis 12 Uhr sowie nach Vereinbarung auch nachmittags/abends
per Mail l.erler(at)schloss-gaienhofen.de
per Telefon 07735-812-40
mobil 0171 8744554 (in dringenden Fällen)
  • Beratung bei Schwierigkeiten in der Schule
  • Unterstützung bei der Suche nach Sinn, nach einer Perspektive, einem Rat oder einer Lösung
  • Hilfe in belastenden Situationen, Konflikten und Krisen
  • Ansprechpartnerin  bei Problemen in der Schule, in der Familie, mit Freunden oder mit sich selbst
  • Beratung in Erziehungs- und Lebensfragen
  • Unterstützung und Rat bei Schulschwierigkeiten Ihres Kindes
  • Vermittlung von auf die individuelle Situation passenden Kontakten zu Beratungsstellen, Fachdiensten und anderen unterstützenden Personen und Einrichtungen
  • Ansprechpartnerin für sozialpädagogische Fragen
  • Präventive und intervenierende Angebote im Zusammenhang mit Gewalt, Sucht, Medien, Inklusion, Zivilcourage, Klassenklima
  • Abhängig von der individuellen Situation, der aktuellen Problemlage und den schulspezifischen Bedingungen treten Arbeitsschwerpunkte verstärkt in den Vordergrund.

Prävention

Gesundheitsförderung und Prävention sind integrale Bestandteile der Schulkultur und des Schulalltags. Daher tragen Lehrkräfte, Schulsozialarbeiterin, jeder Mitarbeitende der Schule auf jeweils eigene Art aber letztlich alle gemeinsam zu einer gesundheitsförderlichen Schulkultur bei. Denn Schule ist nicht nur ein Ort der Wissensvermittlung – sie ist ein Ort, an dem Schüler einen großen Teil ihrer Zeit verbringen.

Wir möchten genau wie die Eltern, dass unsere Schüler gut auf das bunte Leben vorbereitet sind und auch mit besonderen Situationen gut umgehen können. Ein selbstbewusster junger Mensch, der in der Lage ist, vorausschauend zu handeln und der sich in seiner Umgebung wohl fühlt, kann nachweislich besser mit Medien, mit Genussmitteln aber auch besonderen Lebenssituationen umgehen. Er ist in aller Regel sogar besser in der Schule.

Darum sind Themen wie Freundschaft, Selbstvertrauen, der Umgang mit Mitmenschen etc fester Bestandteil in unseren Morgenkreisen der Klassen 5-8. Auch das „Nein“ sagen können in bestimmten Situationen, das Bewältigen von Stress sowie Fähigkeiten, in Konflikten friedfertig, kompromissbereit und sachlich zu bleiben, gehören dazu.

Zur Vertiefung dieser Themen laden wir regelmäßig kompetente Ansprechpartner an unsere Schule ein, die mit Schülern zu einem Thema arbeiten.

Frau Alberti, Kriminalhauptkommissarin, Polizeipräsidium Konstanz

Gut verständlich, angereichert mit realen Fallbeispielen verdeutlicht sie den Schülern, welche Stolperfallen und Gefahren im Internet lauern können und wie man sich selbst und seine Privatsphäre schützen kann. Neben Passwortsicherheit geht es um Persönlichkeits- und Urheberrechte aber auch Themen wie Cybermobbing und Strafbarkeit werden angesprochen.

Frau Alberti, Kriminalhauptkommissarin, Polizeipräsidium Konstanz

Gewalt hat sehr unterschiedliche Facetten und beginnt früher, als man denkt und sie wahrnimmt. Schüler nutzen die Gelegenheit gerne, um Fragen zu stellen. Welche Möglichkeiten gibt es, auf bedrohliche Situationen zu reagieren? Wie kann ich als Zeuge bzw. Helfer richtig handeln, ohne mich selbst in Gefahr zu bringen? Welche sozialen, schulischen und strafrechtlichen Folgen ergeben sich für Opfer und Täter?

Herr Kiefer, Leiter der Fachstelle Sucht, Singen

In der Pubertät finden zahlreiche körperliche und psychische Veränderungen statt. Gleichzeitig ist sie auch eine Zeit der Neugier, der Risikobereitschaft und der Rebellion. Es ist normal, während dieser Zeit zu experimentieren und nach neuen Gefühlen und Emotionen zu suchen.

Alkohol, Nikotin, E-Shishas, illegale Drogen, Medikamente, Glücksspiel, Medien: Was ist normal? Was ist zu viel? Wo besteht Missbrauch, wann beginnt Abhängigkeit? Und wie kommt man da wieder heraus?

Feedback Gewaltprävention mit Kriminalhauptkommissarin Frau Alberti

  • Ich fand die Gewaltprävention sehr, sehr gut, weil Frau Alberti alles sehr genau erklärt hat und auch alle unsere Fragen aufgenommen hat. Mir sind die Einstufungen der Gewalt und die verschiedenen Gewaltformen in Erinnerung geblieben, gerne würde ich auch nächstes Jahr wieder etwas von ihr hören.

  • Ich finde, dass die Präventionsveranstaltung gut gelungen ist, da wir aufgeklärt wurden, was alles ab unserem nächsten Lebensjahr strafbar ist. Ich fand es auch gut, dass Frau Alberti uns erzählt hat, ab wann man für Hasskommentare angezeigt werden kann. Ich hätte mir aber gewünscht, dass diese Grenze genauer beschrieben wäre, weil Jugendliche auf manche      Phrasen weniger reagieren als Erwachsene. Ich fand es auch super, dass uns erzählt wurde, was alles beschlagnahmt werden kann und zu welchen Methoden die Polizei zurückgreifen kann.

  • Gefallen hat mir, dass man bei der Polizei lernen konnte, was für Strafen auf einen zukommen können, wenn man etwas „nicht so Schlimmes“ macht. Ich fand dies einerseits erschreckend, aber auch

Alle Achtung

Worum geht es?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht für Deutschland von einer Million betroffener Mädchen und Jungen jedes Jahr aus, die sexuelle Gewalt erlebt haben oder erleben. (Quelle). Bei sexualisierter Gewalt geht es generell um Handlungen, die an oder vor Mädchen und Jungen gegen deren Willen vorgenommen werden, oder der sie aufgrund körperlicher, seelischer, geistiger oder sprachlicher Unterlegenheit nicht wissentlich zustimmen können. Der Täter (oder die Täterin) nutzt dabei seine (ihre) Macht- und Autoritätsposition aus, um eigene Bedürfnisse auf Kosten des Kindes zu befriedigen. Experten sprechen daher treffender anstatt „sexuellem Missbrauch“ von „sexueller“ bzw. „sexualisierter Gewalt“.

Schulung „Alle Achtung!“

Die Evangelische Landeskirche in Baden und die Diakonie haben es sich zum Ziel gesetzt, in ihrem Verantwortungsbereich Fälle von Kindeswohlgefährdung und der Gefährdung von in den Schutz einer Einrichtung befohlenen Erwachsenen, wo immer es geht, zu verhindern. Die Evangelische Landeskirche in Baden hat 2013 eine Richtlinie zum Kindesschutz verabschiedet. Diese beinhaltet die Verpflichtung, dass alle Hauptamtlichen sowie darüber hinaus alle Personen, die (Mit-)Verantwortung für andere übernehmen, im Rahmen einer Schulung zum Thema „Alle Achtung!“ – Grenzen achten, Kinder und Jugendliche vor Missbrauch schützen“ sensibilisiert werden. Die ehrenamtlich Tätigen sind an unserer Schule die Klassenpaten, die Schülerhilfen der Hausaufgabenbetreuung und die Schülermentoren.

Organisation der Schulungen

Die Alle-Achtung-Schulungen (Basis- und Aufbauschulung) dauern 6,5 Stunden. Sie finden auf zwei Nachmittage verteilt an folgenden jährlich wiederkehrenden Terminen statt:
– für Schülermentoren parallel zu den Elternsprechtagen im Herbst
– für die angehenden Klassenpaten parallel zu den mündlichen Abiturprüfungen

Inhalt der Schulungen

  • Rechte von Kindern und Jugendlichen
  • Eigene Grenzen und die der anderen wahrnehmen und achten
  • Kultur der Grenzachtung
  • eigene Einschätzung von Grenzverletzungen
  • Grenzverletzung, Übergriff und strafrechtliche Handlung
  • Täterstrategien
  • Verhaltensstandards und Regeln
  • Handlungsmöglichkeiten bei Grenzverletzungen, Übergriffen und sexuellem Missbrauch
  • Beratung und Unterstützung
  • Unterzeichnung einer Verpflichtungserklärung

Handlungen, die als sexuelle Gewalt oder sexueller Missbrauch bezeichnet werden, weisen eine große Bandbreite auf. Nicht jede sexuelle Gewalt ist strafbar, aber jede sexuelle Gewalt verletzt Mädchen und Jungen. Sexualisierte Gewalt beginnt bei sexuellen Übergriffen wie verbaler Belästigung, voyeuristischem Taxieren des kindlichen Körpers, aber auch flüchtigen Berührungen des Genitalbereichs oder der Brust über der Kleidung. Passiert die Berührung aus Versehen, spricht man nur von einer Grenzverletzung, die mit einer Entschuldigung aus der Welt geschafft werden kann.

Um strafbaren Missbrauch handelt es sich, wenn sexuelle Handlungen am Körper des Kindes stattfinden oder der Erwachsene bzw. Jugendliche sich entsprechend anfassen lässt. Es gibt auch Missbrauchshandlungen, die den Körper des Kindes nicht direkt einbeziehen, z.B. wenn jemand vor einem Kind masturbiert, sich exhibitioniert, dem Kind gezielt pornografische Darstellungen zeigt oder es zu sexuellen Handlungen an sich selbst – beispielsweise auch vor der Webcam – auffordert. Auch diese sind strafbar. Das Fotografieren oder Filmen von Missbrauchshandlungen ist eine besondere Form sexuellen Missbrauchs. Erst 2020 hat der Gesetzgeber den Versuch des Cybergroomings, also des gezielten Ansprechens von Kindern im Internet mit dem Ziel der Anbahnung sexueller Kontakte, unter Strafe gestellt.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der Homepage des Projekts „Alle Achtung“ www.alleachtung.net

Ansprechpartnerin innerhalb der Schule für dieses Thema: Frau Erler, erreichbar unter l.erler(at)schloss-gaienhofen.de

Weiterführnede Infromationen: https://www.hilfeportal-missbrauch.de/startseite.html